Gruppenbild Aguas Frías Gruppenbild Aguas Frías Kinder am langen Tisch Mädchen springt davon zuversichtlich in die Zukunft

Blog aus Ecuador

Meine Probleme mit der Sprache

Frank Isfort am 20. April 2011

Ecuador ist ein Land mit vielen Dialekten. Verschiedene indigene Gruppen sprechen noch ihre eigenen Sprachen, aber Spanisch sollte jeder Ecuadorianer einigermassen können.

Die Menschen an der Küste reden manchmal so schnell, dass ich kaum glauben kann, dass so etwas möglich ist. Oft habe ich den Eindruck, jetzt hört das Reden auf und durch die Schnelligkeit mit der geredet wird, fängt das Lippenflattern an.

In Deutschland verzweifeln Ausländer ja auch mit unserem Plattdeutsch, Kölsch oder Bayrisch.

Im Süden Ecuadors, in Machala, klingt der dortige Dialekt für mich wie „pappap papap pap“ und in Latacunga, eine Busstunde südlich von Quito, wird das „sch“ in fast jedes Wort eingebaut. Mittlerweile verstehe ich zum Glück schon viel.

Ausländer haben in Ecuador Schwierigkeiten in den verschiedenen Provinzen. Auch Einheimische aus anderen Landesteilen Ecuadors haben ihre Schwierigkeiten an der Küste. In Gruppen ist es für mich manchmal unangenehm, weil ich oft nichts verstehe, auch bemüht sich hier niemand, damit ich dem Gespräch einigermaßen folgen kann.

In den Hochlandregionen komme ich besser zurecht. Dort sprechen die Leute langsamer und ein klareres Spanisch als in der Region Esmeraldas. Da ich Sprachen nur langsam lerne, verstehe ich das Spanisch in den Anden besser.

Wenn die Indios aber Kichwa, ihre alte Sprache sprechen, dann verstehe ich gar nichts mehr.

Kürzlich war ich mit zwei Sozialarbeiterinnen der Gesundheitsbehörde in Olmedo, einem kleinen Fischerdorf zwischen Esmeraldas und der kolumbianischen Grenze. Dort sprachen die Menschen ein mir unverständliches Spanisch und machten sich sogar über die Aussprache der Sozialarbeiterinnen lustig. Die Fischer waren unbeirrbar der Meinung, das beste Spanisch überhaupt zu sprechen.

Schade finde ich, dass die Ecuadorianer einen nicht korrigieren. Man merkt zwar, dass die Leute einige Dinge die man sagt nicht richtig verstehen, doch kaum jemand deutet auf Fehler hin. Die Ecuadorianer finden das unhöflich.

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