Gruppenbild Aguas Frías Unterrichtsort unter den Bäumen Unterrichtsort Unterrichtsort mit interessiertem Kalb Kinder am langen Tisch

Blog aus Ecuador

Was sich in Aguas Frías verändert hat

Frank Isfort am 17. März 2012

Klassenbau

Auf den ersten Blick nicht viel, doch der Bürgermeister von Atacames hat Wort gehalten und fast das ganze Gelände um unseren Neubau mit Erde aufgefüllt. Jetzt ist fast die ganze Senke zugeschüttet und es ist auch ein kleiner Bolzplatz mit Toren angelegt. Damit habe ich eigentlich nicht gerechnet. Umso besser für uns, denn jetzt ist es eine riesige, ebene Fläche wo die Kinder tollen können.

Leider wurde die Fläche links von dem Neubau bis zum Nachbargrundstück nicht aufgefüllt. Das hat zur Folge, dass die Senke in der das Haus steht, voll Wasser gelaufen ist, in der doch recht heftigen Regenzeit. Wir haben ja vorausschauend das Gebäude so hoch gebaut, dass kein Wasser hineinlaufen kann, doch jetzt geht das Wasser bis zur linken Hauswand. Das werde ich auf jeden Fall noch ändern lassen. Wenn Isabel oder ich vor Ort gewesen wären, hätte man direkt eingreifen können. Da kam man mit den Maschinen nicht hin und so wurde es auch nicht gemacht.

Vorausschauend die Erde neben das Gebäude kippen, so das man die Senke bis zum Nachbargrundstück mit der Hand auffüllen könnte, so weit denkt hier leider keiner. Um das nachzuholen, bräuchte man noch ca. 10 LKW-Ladungen Erde, die so um die 500 Dollar kosten würden. Jetzt sind wir wieder auf die Gnade des Bürgermeisters angewiesen, was viel Gerenne und noch mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Etwa einen Kilometer weiter ist sogar ein betonierter Platz mit Toren entstanden. Den werden die Bauern auch gut nutzen können, um ihre Kakaobohnen trocknen zu können. Meist werden die feuchten, frischen Bohnen aber vorher verkauft, obwohl die getrockneten Bohnen mehr Gewinn abwerfen.

Evelyn Maruxi Paladine, Juan Antonio Paladine, Gabriel Eduardo Paladine und Cindy Zambrano sind Kinder, die wir bis jetzt unterstütz haben. Die Sippe ist leider nicht mehr auffindbar. Nachbarn sagen, der Mann hat woanders eine Arbeit gefunden, doch keiner weiß wo. Die Bretter-Hütten sind abgebaut und mitgenommen worden, so spart man Kosten für eine neue Hütte.

Eine große Fläche, die vor einem Jahr gerodet wurde, ist jetzt mit Palmas Africanas aufgeforstet worden. In 3-4 Jahren können wohl die ersten Früchte geerntet werden, um daraus den Biosprit zu machen, den wir in Deutschland dann verheizen können.

Einige Hütten sind erweitert worden, eine Hütte ist mit Steinen untenherum zugemauert worden, Zeichen einer kleinen Weiterentwicklung und etwas Wohlstand. Sonst versinkt alles im Regen und Schlamm. Auch wenn es mal eine Woche trocken ist und die Hauptpiste gut befahrbar ist, die Nebenwege sind leider weiterhin unbenutzbar. Da kommen dann die Gummistiefel und die Pferde zum Einsatz, ohne die in der Regenzeit kaum was laufen würde.

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