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Blog aus Ecuador

Umzug von Muisne nach Súa

Frank Isfort am 1. Januar 2011

Súa

Bis Silvester hatte ich in Muisne gewohnt, direkt an einem Traumstrand, wo ich mich von Stress und Krach erholen konnte. Die Miete war bezahlbar. Doch so richtig glücklich war ich in Muisne nie. Es gibt dort viele arme Menschen, und ich wurde dauernd angebettelt.

Die Decke des von mir gemieteten Zimmers war undicht und der ganze Bau eine Fehlkonstruktion. Bei starkem Regen trat überall Wasser ein. Wenn ich mit den Vermietern darüber sprach, wurde mir jedes Mal erklärt, warum das so sein musste.

Mein Verhältnis zu den Vermietern wurde zunehmend schwieriger. Immer wieder baten sie mich, ihnen Geld zu leihen, oder sie mussten dringend telefonieren und ihre Karte war gerade aufgebraucht, und jeden Monat erhöhten sie den Mietpreis. Jedenfalls hatte ich keine Lust mehr, in einem feuchten und zunehmend teurer werdenden Loch zu leben. Ich wurde den Leuten gegenüber immer ablehnender.

Außerdem war die Verbindung zum Internet schlecht und teuer und ich verlor viel Zeit mit den langen Busfahrten zwischen Muisne und unseren Kindergruppen in Aguas Frías.

In Súa, einem Ort weiter nördlich, fand ich eine kleine Hütte am Strand, die ich mieten kann. Der Strand ist zwar etwas kurz und bei Flut nicht begehbar, weil die Wellen gegen die Strandmauer klatschen, aber der Ort ist schön, billig, ruhig, einigermaßen sicher und die Bewohner angenehm.

Nun zog ich also um und wohne neu in Súa, viel näher bei Aguas Frías als vorher. Und langsam taue ich wieder auf und kann meine Abwehrhaltung den Leuten gegenüber ablegen.

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