Gruppenbild Aguas Frías Frau in der Küche Knabe auf der Dorfstrasse Unterrichtsort mit interessiertem Kalb Mädchen mit Huhn

Blog aus Ecuador

Umzüge der Schulen in Atacames

Frank Isfort am 29. noviembre 2018

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Einmal im Jahr finden in Atacames Umzüge der Schulen statt.

Meist in Verbindung mit der Feier zur Stadtgründung. Mit der Freitagsgruppe sind wir dann in die Stadt gefahren und haben uns an einer Ecke am Park positioniert. Dieses Jahr war wohl das Motto Marimba. So gut wie alle Gruppen führten Marimbatänze auf. Das ist natürlich immer sehr farbenprächtig, die Jungs in Weiß mit bunten Taschentüchern und die Mädchen mit ihren tollen bunten Kleidern, die wild rumgeschwenkt werden. Einer der besten Gruppentänze die ich kenne. Leben, Bewegung, gegenseitige Achtung und Bewunderung.

Die Schule in Aguas Frías hat leider nicht teilgenommen. Die hatten das Geld für die Kostüme nicht. So sind Isabel und ich mit den Kindern der Freitagsgruppe nach Atacames zum Umzug. Die Kinder hatten natürlich ihre Freude, denn sonst hätten sie nicht dahin gekonnt. Ich habe die Fahrt, Cola und etwas Süßes bezahlt. Mehr war nicht drin. Natürlich erkannten sie immer wieder Freunde und Nachbarn in den Gruppen und schrien laut los um sich bemerkbar zu machen. Bei den vielen Menschen war es nicht einfach die Gruppe zusammen zu halten, doch die Kinder haben gegenseitig auf sich aufgepasst und waren recht lieb und umgänglich.

Mir wurde es mit der Zeit immer langweiliger, meine Füße taten weh, doch natürlich wollten die Kinder bis zum Schluss bleiben und noch den Wagen mit der Schönheitskönigin sehen. In Ecuador wird leider nicht die Schönste die Königin, sondern die aus der reichsten Familie. Ich finde es schon peinlich, oder besser mutig, welche Schrabnellen sich da feiern lassen.

Umzug

Natürlich fuhr bei der Menschenmasse unser Bus nicht und so waren wir froh, dass wir ein Triciclo erwischt haben. Ich wollte noch ein zweites besorgen, doch so schnell konnte ich gar nicht schauen, wie die Kinder sich da reingezwängt haben. War mir nicht so geheuer, doch mit 17 Leuten ging es dann die 16 km nach Aguas Frías und die Kinder waren so aufgekratzt, dass sie die ganze Zeit nur gelacht und sich gegenseitig geneckt haben. In Aguas Frías gab es noch einen Lolli für den Heimweg und wie üblich haben sie vor lauter Freude vergessen sich zu bedanken.

Umzug

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