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Blog aus Ecuador

Telefon und Internet

Frank Isfort am 26. April 2012

Zambranokinder

Ich wollte mir einen Internetstick kaufen, doch es hat nicht geklappt.

Um einen Internet-Vertrag zu bekommen, habe ich wie von der Telefongesellschaft gewünscht, ein Konto bei einer Bank eingerichtet. Doch dann meinten die Angestellten der Claro-Telefongesellschaft, geht jetzt doch nicht, denn das Konto muss schon sechs Monate bestehen. Dann hätte ich es auch gar nicht machen müssen. Warum schicken die mich erst zur Bank, wenn sie doch wissen, dass es nichts bringt. Alles ist hier so kompliziert und viele unfähige Mitarbeiter verschlimmern noch alles.

Zambranokinder

Telefonieren ist generell in Südamerika teurer als in Deutschland. Flatrates für Internet oder Telefon gibt es nicht und die meisten Leute haben Telefonkarten. Die sind, wie in Deutschland auch, viel teurer als Handys mit Vertrag. Man bekommt dann ein bestimmtes Guthaben oder Megabyte mit dem man auskommen muss. Es besteht noch die Möglichkeit einen Internetstick für 78 USD zu kaufen und sich den tageweise für je 4 glyph:USD freischalten zu lassen. Doch da werde ich ja arm. glyph:WIFI gibt es in der Küstenregion noch nicht so viel, deshalb freue ich mich auch immer, wenn ich in Quito bin. Da gibt es glyph:WIFI schon fast an jeder Ecke.

Mittlerweile ist auch das Internet an der Küste zum größten Teil brauchbar, doch die schnellen Verbindungen wie in Quito, gibt es leider noch immer nicht. Auch hapert es noch mit dem flächendeckenden Handynetz.

Der Präsident hat vor kurzem durchgesetzt, dass die Telefonkarten jetzt eine viel längere Laufzeit haben und nicht schon nach einer Woche abgestellt werden. Früher war man gezwungen, sein Guthaben in einer Woche abzutelefonieren, auch wenn man es nicht brauchte oder wollte.

Hier gibt es an jeder Ecke Internetcafés und man braucht nicht lange suchen. Einige mit langsamer, andere mit etwas schneller Verbindung, die Stunde kostet zwischen 0,60 und 1 USD. Doch jetzt holt einen der Krach wieder ein. Da viele Ecuadorianer in ihrem Haus keinen Computer haben, spielen sie im Internetcafe ihre Ballerspiele. Dazu gehört natürlich auch der Sound. Der Nachbar schaut sich YouTube Videos an, die kleinen Minilautsprecher natürlich auch bis zum Anschlag aufgedreht und singt noch mit. Andere surfen im Netz als wäre es das normalste der Welt. Ich musste schon öfter abbrechen, mir einen anderen Cyber suchen oder später wiederkommen. Konzentrieren geht für unsereins nicht und sich beschweren oder mit Ecuadorianern darüber reden, bringt nichts – außer Lachen oder Unverständnis. Ist schon irre, wie die Esmeraldener den Krach zum wohlfühlen brauchen und darin aufgehen.

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