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Blog aus Ecuador

Endlich eine Küche

Frank Isfort am 3. Februar 2014

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Die Schweizerin Doris hat dafür gesorgt, dass der Küchenbau voran getrieben wurde. Der Termin Dezember war ihr Startsignal. Sie sorgt jetzt für den Mittagstisch und kocht drei Tage die Woche, damit unsere kleinen Schützlinge nicht mit knurrenden Mägen bei uns sitzen.

Das Holzgerüst der Küche, das Dach, der Betonboden und die anderthalb gemauerten Wände haben Nachbarn gemacht. Meine Arbeit waren die Arbeitsflächen mauern, die Spüle, die Fummelarbeiten, das verlegen der Fliesen, die Holz- und Elektrikarbeiten. Die Holzbretter habe ich mit Hector in der Schreinerei seines Vaters bearbeitet. Da es keine Eingangstüren von der „Stange“ gibt, hat Hector sie selber gefertigt und auch eingebaut. In meinen „freien“ Tagen und die Vormittage vor dem Unterricht habe ich genutzt, um immer wieder etwas voran zu kommen. In einigen Arbeiten habe ich keine Übung, bin ich nicht der Schnellste und brauche viel Zeit. Doch auf das Ergebnis kommt es an und damit bin ich ganz zufrieden. So lerne ich halt weiter dazu, wie improvisieren ohne richtige Werkzeuge. Auch kann ich zwischendurch die Langeweile hier auf dem Land vertreiben und wir sparen noch viel Geld, was an anderen Stellen noch gebraucht wird.

Die Elektrik war einige Wochen noch provisorisch und den Strom haben wir über ein Verlängerungskabel aus dem Büro geholt. Ich hatte zwar alles vorbereitet, doch das Kabel im Sicherungskasten wollte ich nicht anschließen, ebenso habe ich mich nicht an den Lichtschalter getraut. Theorie und Praxis halt.

Das Wellblechdach ist an einigen Stellen nicht so gut verlegt. Wo das Wellblech übereinander liegt tropft es bei stärkeren Regen. Jetzt unterlege ich die tieferen Stellen mit Holzplättchen und kontrolliere bei Regen, ob es dicht ist. Mittlerweile hat es nur noch zwei Stellen die problematisch sind. Eventuell muss ich dafür noch mit Bitumen beschichtetes Dichtungsband kaufen.

Da das Geld nicht für Fenster gereicht hat, habe ich Bretter zum heraus nehmen gemacht. Jetzt können wir die ganze Seite der Spüle und auch zur Essensausgabe soweit heraus nehmen, wie es uns gefällt. Es ist zwar etwas unpraktisch, funktioniert aber.

Die Kinder, auch die Mütter bei unseren Treffen, freuen sich immer riesig, wenn Doris für sie kocht. Es ist wie ein Magnet, denn in der Woche kommen jetzt bis zu fünf Kinder mehr als normal zu unserer Hilfe und samstags fehlt auch kaum jemand.

Die Küche ist soweit benutzbar, doch um mit den Müttern Dinge zu kochen oder zu backen, fehlt noch das Zubehör. Größere Töpfe, Behälter zum Transportieren des Essens, ein großer Backofen, ein weiterer Kühlschrank usw. Doch das steht hinten an. Jetzt müssen wir erst einmal das Geld für die Schulsachen für das neue Schuljahr sammeln.

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